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Die Idee im Detail

Wir suchen ein Haus mit einem mehr oder wenige nahe gelegenem Grundstück, zur Pacht oder zum Kauf. Nachdem unsere Kinder erwachsen sind, möchten wir in Frankreich einen Ort finden, an dem wir jeweils mehr als die Hälfte des Jahres leben können.

Wie unsere heutigen Wohnungen in Berlin und Grenoble, so sollte auch unser neues Domizil ein „offenes Haus“ sein, in dem sich Freunde und Besucher wohl fühlen, ein Ort zum Leben und Arbeiten.

Zu dem Haus gesellt sich der Labyrinthgarten als kleiner, feiner Anziehungspunkt für kultivierten Tourismus. Er soll das ganze Jahr über bewirtschaftet und nur für einige Wochen im Winter geschlossen werden. Die Aufteilung unter mehreren Verantwortlichen könnte z.B. so aussehen:

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Beispiel für eine mögliche saisonale Aufteilung des Besucherbetriebs unter drei Parteien – wobei sich die Aufenthalts­zeiten im Haus auch überschneiden können.

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Labyrinthe …

Als Attraktion soll der Irrgarten für Besu­cher gegen einen kleinen Eintritt zugänglich sein. In ihm kann man angeregte 15 – 30 Minuten umherirren oder sich in der Mitte auf einen kleinen Platz mit Ausguck und plätscherndem Brunnen ausruhen.

Die Grundidee ist, den Garten in Bepflanzung, Materialien und Thema an örtlichen Gegebenheiten zu orientieren. Selbstgezogene heimische Pflanzen, vorgefundene Bauelemente, Reste von umliegenden Betrieben oder Ruinen usw. können verwendet werden. Kies­wege durch Buchsbaumhecken sind denkbar, aber auch bepflanzte Mäuerchen, eingearbeitete alte Weinstöcke, bis hin zu offeneren, durch Vielfalt verwirrende Gestaltungen.

An belebten Tagen rechnen wir mit ca. 40 Besuchern – oft weniger, auf keinen Fall mehr als 100 an absoluten Spitzentagen. Zu den Öffnungszeiten ist eine Anwesen­heit erforderlich, entsprechend muss es realistische Öffnungszeiten, freie Tage und saisonale Schließungen geben. Über das Jahr sollte der Betrieb unter mehreren Personen aufgeteilt sein – das betrifft die Öffnung für Besucher oder Getränkeverkauf ebenso wie die Instandhaltung und Pflege. 

 

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… de la maison …

Ein kleines Gebäude soll als Empfang fungieren und gleichzeitig eine Mischung aus Buvette, Galerie und Atelier sein. Hier können kleine Veranstaltungen stattfinden, etwa Ausstellungen, Lesungen, Hauskonzerte oder Kochabende für kleine Gruppen.

Am Empfang kann an einer Snackbar Limonade, Espresso oder Eis verkauft werden. Es braucht eine kleine Küche, Toiletten und einen Computerarbeitsplatz mit Internet. Es soll hier aber keine Gastronomie und auch keine Wohnmöglichkeit entstehen.

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… bleue

Warum „Maison bleue“? Eine Idee ist, das Haus von außen in Kobaltblau (auch als „Yves-Klein-“ oder „Majorelle-Blau“ bekannt) anzustreichen. Dadurch hebt es sich als Landmarke von der Umgebung ab. Der Name klingt gut, ist eingängig und macht Neugierig.

So soll das Haus als kultivierter Ort mit eigener Identität erkennbar werden. Zusätzlich könnte ein kleiner Aussichtsturm errichtet werden, aus Holz, Stein, Metall oder anderen Materialien.

Das Ziel ist, in Reiseführern, Websites und Sozialen Netzwerken als bemerkenswerte Kuriosität am Rande empfohlen werden, die einen Besuch lohnt.

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Die kalkulierten  Besucherzahlen varriieren stark übers Jahr. Als Maximum realistisch wären wohl 800 Besucher pro Monat in der Feriensaison. Bei 8,– €  / ermäßigt 5 € Eintritt kämen so rund 11.000,– € Eintritte im Juli/August zusammen, über den Rest des Jahres etwa nochmal soviel. Dazu kommen ein paar Erlöse aus der Snackbar.

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Argelaguer, Spanien

Vorbilder

Es gibt Beispiele von autodidaktischen Garten- und Labyrintherbauern, die aus künstlerischem Schaffensdrang fantastische Gartenreiche angelegt haben. Josep Pujiula (Argelaguer, Katalonien) und Nek Chand Saini (Chandigarh, Indien) sind zwei davon. Beide haben allerdings auf keinerlei Eigentumsverhältnisse oder Vorschriften geachtet – was nicht zu empfehlen ist. Vorbildhaft ist hier aber die Arbeit mit günstigen lokalen Ressourcen – und der Kultstatus dieser Gesamtkunstwerke.

Zum anderen gibt es die Tradition der Künstlergärten, wie den Garten Claude Monets (Giverny, Frankreich), den Tarot-Garten von Niki de Saint Phalle und Yves Tinguely (Garavicchio, Italien), den Garten von Salvador Dalí (Cadaqués, Spanien) oder den von Jacques Majorelle (Marrakesch, Marokko).

In der Nähe des „Palais idéal du facteur Cheval“ in Hauterives (Frankreich) hat jahrelang ein großes Labyrinth existiert, mit dessen ehemaligen Besitzer wir uns ausführlich unterhalten konnten. Ich bin ihm dankbar für viele Hinweise, auch wenn sein Projekt mit 80.000 Besuchen im Jahr, vier Angestellten und großen Gruppenräumen für Schulen weitaus größer angelegt war.

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Chandigarh, Indien